Aargauer Zeitung – Für die Athleten quasi ein zweites zuhause

Erstmals ist ein Blick ins Innere des geplanten Turnzentrums möglich. Das Baugesuch für das geplante Turnzentrum in Lenzburg liegt bis zum 21. Dezember auf.

 

Hohe Decken, viel Licht und vor allem viel Platz für die Turnerinnen und Turner. Anfang November reichte der Aargauer Turnverband die Baupläne für das geplante Turnzentrum bei der städtischen Verwaltung in Lenzburg ein, jetzt liegt bis zum 21. Dezember das Baugesuch auf. Neu sind die Visualisierungen, die zum ersten Mal einen Blick in das Innere des Magnesia-Klotz’ geben. «Ein Turnzentrum ist für die Athleten wie ein zweites Zuhause. Deshalb freut es uns, dass wir mit dem neuen Turnzentrum Aargau ideale Bedingungen für die Turnerinnen und Turner von morgen schaffen können», so Projektleiter David Huser in einer Mitteilung.

Neue Halle ist doppelt so gross wie die in Niederlenz

Im Turnzentrum soll es nicht nur mehr Platz zum Turnen geben, es verfügt auch über Kraft-, Physio und Erholungsräume. Zudem geplant: ein Schulzimmer für den Förderunterricht. Und auch die Geschäftsräume des Aargauer Turnverbandes sollen sich direkt im Zentrum befinden. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer ist gemäss Baugesuch eine Tribüne mit bis zu 300 Plätzen geplant.
Mit 1900 Quadratmetern soll die neue Halle an der Hammermattstrasse in Lenzburg doppelt so gross werden wie die in Niederlenz. Der Mietvertrag für das Niederlenzer Turnzentrum läuft Ende 2022 aus. Ein Neubau in Lenzburg wurde seitens des Aargauer Turnverbandes als die beste Alternative erachtet.

Bisher wurden 764’300 Franken gesammelt

Die Kosten für das Bauland, das Gebäude und die Infrastruktur belaufen sich auf 14 Millionen Franken. Zwei Millionen Franken will der Aargauer Turnverband über ein Fundraising finanzieren. Dafür wurde ein Spendenshop lanciert, in dem sich Interessierte finanziell unter anderem an Barren, einem Stück Boden oder auch einem Trampolin beteiligen können. Zudem gab es auch diverse Spendenaktionen, bei welchen Turnvereine das geplante Projekt mit einem finanziellen Betrag unterstützten. Zusammengekommen sind so bis jetzt 764’300 Franken.

Eine Million Franken kommt aus dem Nationalen Sportanlagenkonzept des Bundes. Der Kanton will sich via Swisslos-Sportfonds beteiligen und auch die Stadt Lenzburg plant eine finanzielle Unterstützung in noch unbekannter Höhe.

 

Text: Anja Suter, Aargauer Zeitung, 01.12.2020

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